Letzte Aktualisierung:
30.11.2018

Nasenmuschelverkleinerungen

Neue Methoden zur Behandlung der Nasenatmungsbehinderung bei vergrößerten Nasenmuscheln, z. B. Nasentropfenabhängigkeit

In jeder der beiden Nasenhaupthöhlen liegen seitlich jeweils drei Nasenmuscheln. Diese regulieren die Nasenatmung, befeuchten, erwärmen und reinigen die Atemluft und sorgen für die Anströmung der Luft für das Riechorgan.

 

Entzündungen und äußere Einwirkungen (Staub, trockene Luft) sowie Allergien können zur Vergrößerung oder Anschwellung der Nasenmuscheln führen. Gleiches gilt für die Nasentropfen-abhängigkeit. Die Folge ist eine erhebliche Behinderung der Nasenatmung und eine Beeinträchtigung des Riechvermögens. In der weiteren Folge kann es zu chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen, des Rachens und der Bronchien kommen; auch Ohrprobleme können entstehen.

 

War eine medikamentöse Behandlung ohne Erfolg oder liegen ausgedehnte Veränderungen der Nasenmuscheln vor, so ist eine operative Behandlung erforderlich. Die Verkleinerung der Nasenmuscheln in örtlicher Betäubung ist meist ausreichend. In anderen Fällen rate ich zum Eingriff in Vollnarkose. Hier lassen sich unter Schmerzfreiheit auch ausgedehnte Veränderungen gut und vor allem gründlich angehen.

 

Die Laserchirurgische Diathermie oder KTP-laserchirurgische Turbinoplastik

Die moderne Lasertechnik bietet die Möglichkeit, nahezu ohne Blutung die verdickten Muschelwülste mit ihrer aufgedunsenen Schleimhaut zu verkleinern. Mit dem besonders einheitlichen Laserlicht kann äußerst präzise gearbeitet werden. Die in der Nase zum Einsatz kommenden Glasfasern sind weniger als einen halben Millimeter dick!

 

Diese dünnen laserlichtleitenden Fasern können direkt in die Muschelschwellkörper mit millimeterfeinen Applikatoren in die Tiefe der Nase (alles unter lupenvergrößerter Sicht für den Operateur) eingebracht werden. Der Laserstrahl bewirkt dort die Verödung der schwammartigen Blutgefäße von innen. Damit erreiche ich nur eine geringe Störung der Nasenschleimhaut, also der Schleimhautoberfläche, die sonst leicht zu trocken werden kann.

 

Diese technischen Vorteile haben folgende praktische Konsequenzen:

  • Ambulanter Eingriff.
  • Keine Tamponade.
  • Geringe Verschleimung und Verborkung nach dem Eingriff.
  • Recht schnelle Abheilung mit freier Atmung nach 1 bis 2 Wochen.
  • Ausgesprochen gute Behandlungsergebnisse.